Ein Projekt der FH Dortmund
LünTec-ORBIT
Wie kann ein Ort neu gelesen werden, ohne seine Geschichte zu verlieren?
Mit dieser Frage haben sich Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Dortmund am Standort LünTec auseinandergesetzt. Das Lehrprojekt ist eine Kooperation zwischen beiden Partnern und verbindet gestalterische Forschung mit einem realen Ort und seiner besonderen Geschichte.
Beteiligt waren Studierende aus dem internationalen Masterstudiengang Szenografie und Kommunikation sowie aus dem Bachelorstudiengang Objekt- und Raumdesign.
Das Seminar wurde von Dipl.-Des. Marie Träger und Prof. Oliver Langbein geleitet.
Konzept und Realisation stammen von den Studierenden: Laurin Bürmann, Luis Holzbrink, Sara Rabet (Master), Denise Neumann, Emilia Weitkämper (Bachelor).
Vom Zechengelände zum Innovationsökosystem
Zu Beginn stand eine intensive Bestandsaufnahme vor Ort. In einem kollaborativen Prozess mit Workshops und Brainstormings wurden Stärken, Herausforderungen und Potenziale des Areals analysiert. Schnell wurde klar: Das Gelände besitzt eine starke Identität, wirkt jedoch in Teilen räumlich und visuell unverbunden.
Mit szenografischen Mitteln entwickelten die Studierenden daraufhin ein übergeordnetes Konzept für das Areal rund um das markante UFO. Leitfragen waren:
Das UFO wird dabei als Landmarke verstanden, als sichtbares Symbol für Innovation und Zukunft. Ziel ist es, den Standort von einem eher unzusammenhängenden Büroareal zu einem erkennbaren Innovationsökosystem weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bleibt die Historie des Geländes als ehemaliger Zechenstandort Teil der Erzählung. Vergangenheit und Zukunft werden bewusst miteinander verbunden.
Das Konzept: LünTec Orbit
Unter dem Titel „LünTec Orbit“ gliedert das Konzept das Gelände in sogenannte Orbits. Diese räumlichen Ebenen strukturieren das Areal, machen Zusammenhänge sichtbar und schaffen Orientierung. Sie können langfristig die Grundlage für ein neues Leitsystem bilden.
Die Orbits definieren sinnvolle Bereiche, fördern Begegnung und stärken die Identität des Standorts. Sie ermöglichen einen Aufenthalt, der den innovativen Unternehmen am LünTec ebenso gerecht wird wie Besucherinnen und Besuchern.
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Weitere InformationenDie Bushaltestelle als erster realer Schritt
Ein zentrales Element des Projekts ist die Transformation der historischen Bushaltestelle. Sie war einst der Startpunkt der Bergleute auf das Gelände, hier begann der Arbeitstag unter Tage.
Im neuen Konzept wird sie symbolisch „ins Orbit geschossen“. Die in die Jahre gekommene Haltestelle erhält einen neuen Platz zu Füßen des UFOs. Dort wird sie zum markanten Ankunftsort und ersten realisierten Baustein des Gesamtkonzepts.
Als neuer Starting Point informiert sie über die Idee des LünTec Orbit und fungiert als Schnittstelle zwischen realem Ort und Vision. Mit dem LünTec Orbit ist ein ganzheitliches Konzept entstanden, das Orientierung, Aufenthalt und Begegnung neu denkt – und den Standort in seiner historischen Tiefe ebenso ernst nimmt wie in seinem Anspruch als Ort für Innovation und Zukunft.
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Weitere InformationenBildergalerie – Lüntec Orbit












